Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Dieses Schicksal trifft jedes Jahr etwa 40.000 Frauen. Es versterben an dieser Erkrankung etwa 16.000 Frauen pro Jahr, wobei die Anzahl seit einigen Jahren in den europäischen Ländern rückläufig ist. Die Gründe dafür lassen sich nicht eindeutig feststellen. Auf jeden Fall trägt das Mammographiescreening allein nicht zu diesem Rückgang bei, da diese Beobachtung auch in Ländern gemacht wird, die keine Screeningprogramme durchführen.
Im Mai des Jahres 2000 wurde begonnen, alle Bremer Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zu einem Mammographiescreening einzuladen. Bislang haben sich nur ca. 35 Prozent der Bremer Frauen entschlossen, am Screening teilzunehmen. Als Beginn des Screenings wurde das 50. Lebensjahr gewählt, weil mit Beginn der Wechseljahre die Dichte des Brustgewebes abnimmt und sich damit die diagnostische Sicherheit verbessert. Es wird jedoch vermutet, dass 5-10 % der Tumoren der Brust mit einer Mammographie nicht darstellbar sind oder durch die Aufnahmetechnik nicht erfasst werden.
Frauen bis zum 50. Lebensjahr, auch solche mit familiärem Risiko, haben keinen Nutzen durch regelmäßige Mammographien. Die Strahlenbelastung und deren Folgen sind nicht zu unterschätzen, da das Brustgewebe bei jüngeren Frauen sehr strahlensensibel ist. Die Strahlen könnten also die Entstehung von Brustkrebs auslösen oder unterstützen.
Was können wir den jüngeren Frauen empfehlen und den Frauen , die an dem Screening nicht teilnehmen wollen, raten?
Im Vordergrund steht die Selbstuntersuchung der Brust und zwar immer nach der Regelblutung. Abhängig von der Größe der Brust lassen sich Knoten ab ca.1,5 cm tasten.
Wenn Ihnen diese Sicherheit nicht ausreicht, bieten wir Ihnen neben einer Tastuntersuchung einen Ultraschall der Brust an. Beides sollte ebenfalls nach der Regel stattfinden.
Bei Frauen, die nicht mehr menstruieren oder keine Gebärmutter mehr haben, spielt der Untersuchungszeitpunkt keine Rolle. Mit einem hoch auflösenden Schallkopf, wie wir ihn benutzen, kann man Veränderungen ab 0,5 cm feststellen.
Und noch etwas ist wichtig: Achten Sie bitte auf Ihren Lebensstil !
denn: es sterben nach dem 50. Lebensjahr fast zehnmal so viele Frauen an koronarer Herzkrankheit, viermal so viele an Schlaganfall und immer noch eineinhalbmal mehr an Grippe und Lungenentzündung als an Brustkrebs.
Ultraschall der Brust wird als Vorsorgeleistung von der Krankenkasse nicht bezahlt. Die Kosten für Sie betragen 30,- Euro.
Dr.E.Kloß / Mathias v.Rotenhan Waller Heerstr.103 – 28219 Bremen Tel.0421/ 61 31 31