Schwangerenvorsorge

Schwangerenvorsorge

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Informationen zur Schwangerenvorsorge

Wir freuen uns mit Ihnen über Ihre Schwangerschaft. Zum weiteren Verlauf möchten wir Ihnen einige Informationen geben.

Sie sollten sich vor Augen halten, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit ist. Die meisten Frauen fühlen sich ausgesprochen wohl. Führen Sie Ihr normales Leben weiter!  Sport, Fitness und normale körperliche Belastungen sind in Ordnung, solange Sie sich dabei wohlfühlen.                                                             

Die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs ist empfehlenswert. Informationen zu den Kursen bekommen Sie von unseren Mitarbeiterinnen und von unserer Hebamme Brigitte Schlieper.

Beschwerden wie Übelkeit, Brustspannen, Müdigkeit, häufiges Wasserlassen und gelegentliches Ziehen im Unterbauch vergehen normalerweise bis zur 14. Schwangerschaftswoche und sind kein Grund zur Sorge. Schwierigkeiten und Probleme in der Schwangerschaft sind die Ausnahme und nicht die Regel. Dennoch empfehlen wir Ihnen, die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig in Anspruch zu nehmen, um mögliche Komplikationen so früh wie möglich zu erkennen.

Ernähren Sie sich gesund! Sollten Sie Bedenken haben, dass Ihre Vitaminversorgung nicht ausreicht, empfehlen wir Ihnen das Präparat ORTHO-Pregna. Bitte fragen Sie hierzu unsere Mitarbeiterinnen. Jeder Schwangeren raten wir zur Einnahme von Jod-Folsäure-Tabletten während Schwangerschaft und Stillzeit, um Probleme mit der Schilddrüse zu vermeiden und der Ausbildung eines „offenen Rückens“ vorzubeugen.

Es gibt nur wenige Dinge, die Sie während der Schwangerschaft nicht tun sollten:

Das Rauchen sollten Sie bitte ganz vermeiden, denn es schädigt den Mutterkuchen. Dadurch kann die Versorgung Ihres Kindes mit Nährstoffen erheblich gefährdet werden. Je schneller Sie vollständig mit dem Rauchen aufhören, desto besser für Sie und Ihr Kind.

Alkohol sollten Sie möglichst meiden.

Nehmen Sie Medikamente  bitte nur nach Absprache mit uns ein!

Wenn Sie berufstätig sind, müssen Sie Ihren Arbeitgeber im Lauf  der ersten drei Monate über Ihre Schwangerschaft informieren. Eine entsprechende Bescheinigung erhalten Sie von unseren Mitarbeiterinnen.

Zu den Vorsorgeuntersuchungen:

Die Mutterschaftsrichtlinien sehen folgende Untersuchungen vor:

  1. Regelmäßige Untersuchungen in ca. 4-wöchigen Abständen bis zur 32. Schwangerschaftswoche(SSW), danach alle 2-3 Wochen bis zur Entbindung

  2. Blutuntersuchungen zu Beginn der Schwangerschaft mit Bestimmungen der Blutgruppe und des Rhesusfaktors, dem Antikörpersuchtest (Untersuchung auf für das Kind gefährliche Eiweißstoffe) und der Abklärung Ihres Rötelnschutzes. Zusätzlich wird ein Abstrich aus dem Gebärmutterhals entnommen, um eine Infektion mit Chlamydien (eine spezielle Art von Bakterien) auszuschließen.

  3. Schwangere, die das Blutgruppenmerkmal Rhesus-negativ haben, erhalten zwischen der 26. und 28. Schwangerschaftswoche eine Spritze, um eine Antikörperbildung zu vermeiden.

  4. Eine Blutabnahme nach der 32. SSW soll eine mögliche Infektion der Mutter mit Gelbsucht (Hepatitis B) aufdecken, die für das Neugeborene gefährlich werden könnte.

  5. Die Schwangerenvorsorgerichtlinien schreiben im Laufe der Schwangerschaft drei Ultraschalluntersuchungen vor. Diese Untersuchungen sind medizinisch begründet und haben die Aufgabe eine schwere Fehlbildung oder eine Wachstumsstörung des Kindes aufzudecken. Zudem führen wir, wenn Sie dies wünschen, zwischen der   24. und 28. SSW eine sogenannte Doppler-Ultraschalluntersuchung durch. Mit dieser Untersuchung können wir feststellen, ob Ihr Kind angemessen mit Nährstoffen versorgt wird und ob ein erhöhtes Risiko für einen Schwangerschaftsbluthochdruck besteht. Darüber hinausgehende Ultraschalluntersuchungen ohne spezielle  medizinische       Begründung bieten wir Ihnen gerne an. Wenn Sie wünschen, können wir einen Videomitschnitt anfertigen. Diese Untersuchungen müssen wir Ihnen jedoch privat in  Rechnung stellen.

  6. Ab der 28. SSW können CTG-Untersuchungen sinnvoll sein. An den Schwankungen der kindlichen Herztöne lassen sich Probleme mit der Sauerstoffversorgung feststellen. Zudem werden Wehen registriert.

  7. Wenn Sie berufstätig sind, stellen wir Ihnen ab der 34. SSW eine Bescheinigung für Ihre Krankenkasse aus. Diese ist notwendig, damit Sie während der Zeit des Mutterschutzes weiterhin Ihren Lohn / Ihr Gehalt bekommen.

Zusätzlich gibt es eine Reihe von medizinisch sinnvollen Untersuchungen in der Schwangerschaft, die jedoch nicht Bestandteil der Mutterschaftsvorsorgerichtlinien sind und deshalb von Ihnen privat getragen werden müssen. Sie erhalten von uns hierzu anliegend gesonderte Informationen.

Geburtsbeginn

GEHT ES JETZT LOS?

Anmerkungen zum möglichen Geburtsbeginn

Die wenigsten Babys kommen am errechneten Tag zur Welt. Die große Mehrheit überrascht die künftigen Eltern. Was sind die Anzeichen für einen möglichen Geburtsbeginn?

1.regelmäßige Wehen Wehen fangen in der Regel langsam und nicht hochdramatisch an. Am Anfang ist es eher ein Ziehen als ein deutlicher Schmerz, das vom Bauch in den Rücken und bis in die Beine ausstrahlen kann. Längere Pausen liegen dazwischen. Schauen Sie auf die Uhr, um die Abstände zwischen den Wehen zu messen. Kommt das Ziehen etwa alle  10 Minuten und hält etwa

1 Minute an, wird es ernst. Wenn die Wehen noch unregelmäßig sind, können Sie es mit einem warmen Bad versuchen. Lassen die Wehen nach, will das Baby noch nicht aus dem Bauch. Das gilt aber nur für Erstgebärende. Frauen, die schon Kinder haben, sollten mit einem Bad zu Hause vorsichtig sein. Die Badewanne wirkt nämlich manchmal wie ein Wehenbeschleuniger.

2.geöffnete Fruchtblase Nur bei etwa 5% der werdenden Mütter platzt die Fruchtblase mit einem lauten  „Plopp“. Meist beginnt ein Tröpfeln, das nicht aufhört. Fruchtwasser riecht deutlich anders als Urin oder Ausfluss. Wenn bei der letzten Untersuchung der Kopf des Kindes schon tief im Becken lag, was bei den meisten Schwangeren der Fall ist, haben Sie keine Eile. Benachrichtigen Sie Ihre

Hebamme oder machen Sie sich allmählich auf den Weg in die Klinik. Nur wenn das Köpfchen noch sehr viel Spiel im Becken hat, könnte die Nabelschnur vorfallen und abgedrückt werden, was sehr selten ist. Legen Sie sich hin und lagern Sie das Becken leicht erhöht bis ihr Transportmittel da ist. Gehen Sie zum Auto und lassen sich liegend  in die Klinik bringen. Sollten Sie im Zweifel sein, ob ein Blasensprung vorliegt, suchen Sie Ihren Frauenarzt, Ihre Hebamme oder die Geburtsklinik auf.

3.leichte Blutungen Etwa 20% der werdenden Mütter bluten leicht, wenn sich der Muttermund öffnet. Es reißen kleine Gefäße ein, weil der Muttermund stark durchblutet ist. Man nennt diese Blutung auch Zeichnungsblutung und sie bedeutet meist den Beginn der Geburt. Sollten Sie beunruhigt sein, rufen Sie die Hebamme oder fahren Sie in die Geburtsklinik. In ganz seltenen Fällen sind Blutungen ein Zeichen, dass sich der Mutterkuchen von der Gebärmutterwand löst. Dann brauchen Sie und Ihr Kind schnelle ärztliche Hilfe.

Starten oder warten?

Unsicherheit ist kein schöner Zustand. Weder Sie, Ihre Hebamme oder Ihr Arzt wissen genau, wann es mit der Geburt losgeht. Es ist keine Schande, wegen eines „Fehlalarms“ die Hebamme, den Arzt oder die Klinik zu früh aufgesucht zu haben.

 

Toxoplasmose

Der Erreger, Toxoplasma gondii, ist ein sich in Körperzellen vermehrender Parasit.

Die Übertragung erfolgt durch den Kot infizierter Katzen, durch infiziertes rohes Fleisch, nicht ausreichend gewaschene rohe Gemüse und Salate. Die Krankheitssymptome  sind relativ uncharakteristisch. Sie zeigen sich meist  in Form einer Grippe, mit Fieber und Schwellung der Lymphknoten des Halses. Schwere Verlaufsformen sind selten. 50% der Infektionen verlaufen ganz ohne Beschwerden. Eine Erkrankung des Feten findet nur statt, wenn sich die Mutter in der Schwangerschaft erstmals infiziert. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist auf Grund einer früher durchgemachten Infektion vor einer frischen Infektion geschützt. Folgen einer Infektion sind Fehlgeburten oder Erkrankungen des Gehirns, der Leber und der Augen des Kindes. Die Diagnose kann durch die Bestimmung der Antikörper gegen Toxoplasmose im Blut der Mutter gestellt  werden. Die Behandlung  erfolgt mit speziellen Antibiotika, frühestens ab der14.Schwangerschaftswoche. Vorbeugung besteht im Verzicht auf rohes Fleisch, gründliches Waschen von Gemüse und Salat und Vermeidung des Kontaktes mit Katzenkot.

 

HIV(Aids)

 

Ist eine Schwangere mit dem Aids-Virus infiziert, so kann es während der Schwangerschaft und unter der Geburt zu einer Infektion des Kindes kommen. Durch eine Behandlung der Mutter während der Schwangerschaft lässt sich das Risiko für eine kindliche Infektion deutlich senken. Es ist deshalb sinnvoll am Anfang der Schwangerschaft eine HIV-Infektion mit einem Bluttest auszuschließen.

 

Zuckerbelastungstest in der Schwangerschaft

 

Zucker ist der wichtigste Energielieferant für das Kind. Er wird von der Mutter über den Mutterkuchen an das Kind weitergegeben. Das Zuckerangebot im Blut der Mutter wird über das Hormon Insulin gesteuert.

 

Eine Zuckerverwertungsstörung, die sogenannte Schwangerschaftszuckerkrankheit (Gestationsdiabetes) entwickelt sich bei bis zu 5% aller Frauen in der Schwangerschaft.

 

Der Gestationsdiabetes entsteht, weil bestimmte Schwangerschaftshormone die Wirkung des Insulins im Blut der Mutter beeinflussen. Die Folge ist eine Überangebot an Zucker für das Ungeborene.

Folgen für das Kind: Wird  ein Gestationsdiabetes nicht behandelt, so kann es einerseits zu einem übermässigen Wachstum des Kindes kommen, andererseits kann  durch eine Schädigung des Mutterkuchens auch  eine Wachstumsverzögerung des Kindes auftreten. Beides kann während der Schwangerschaft und unter der Geburt zu Problemen führen.

Nach der Geburt kommt es häufig zu einer Unterzuckerung des Neugeborenen, die unbehandelt zu Schädigungen wichtiger Organe führen kann.

 

Folgen für die Mutter: Es besteht eine erhöhte Infektanfälligkeit der Harnwege und der Scheide. Das Risiko, einen Bluthochdruck mit nachfolgender Minderdurchblutung des Mutterkuchens zu entwickeln, steigt. Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Kaiserschnitt zu entbinden, nimmt zu. In einigen Fällen bleibt die Zuckerkrankheit nach der Entbindung bestehen.

 

Diagnostik: Es ist sinnvoll zwischen der 24. – 28.SSW einen Zucker-Belastungstest zum Ausschluß einer Schwangerschaftszuckerkrankheit durchführen zu lassen.

 

Testablauf: Die Schwangere trinkt eine Lösung mit 50g Traubenzucker (Glucose). Nach einer Stunde wird eine Blutprobe aus dem Finger oder dem Ohrläppchen entnommen und der Blutzucker-Spiegel gemessen. Bei Werten über 140mg% besteht der Verdacht auf einen Gestationsdiabetes, der beim Internisten bestätigt und gegebenenfalls therapiert werden muss.

 

Chancen: Die Chancen durch rechtzeitige Entdeckung einer Schwangerschaftszuckerkrankheit eine normale Schwangerschaft ohne Komplikationen und eine normale Geburt zu erleben sind außerordentlich groß.

 

Hebammenbetreuung

 

Wir empfehlen Ihnen sehr, zur Erleichterung der Geburt an einem Vorbereitungskurs bei einer niedergelassenen Hebamme oder in einer Klinik  teilzunehmen. Wenn Sie eine ambulante Geburt planen, sollten Sie sich eine Hebamme suchen, die Sie im Wochenbett und in der Stillzeit regelmäßig betreut.

 

Wir arbeiten in unserer Praxis mit der Hebamme Brigitte Schlieper zusammen. Sie wird bei Ihnen auf Wunsch  Vorsorgeuntersuchungen durchführen und Ihnen auch für weitere Fragen zur Verfügung stehen. Frau Schlieper ist über unsere Praxis oder über die Hebammenpraxis Bremen(s.u.) zu erreichen. Gemeinsam wollen wir Sie unterstützen, daß Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit für Sie zu einer freudigen Erfahrung werden.

 

Niedergelassene Hebammen,  mit denen wir häufig zusammenarbeiten:

 

Geburtshaus & Hebammenpraxis HB (auch Hausgeburten), Sommerstr. 20,          Tel: 34 80 01

 

Hebammenladen, Contrescarpe 117, Tel: 17 17 77

 

Findorfer Hebammengemeinschaft, Tel: 35 36 95

 

Praxis Dreiklang (Hausgeburten) , Tel: 3 49 14 49

 

Ute Frohwitter (Hausgeburten), Fischerhude, Tel: 04293/76 02

 

Geburtshilfe Praxis Fischerhude, (Hausgeburten), Tel: 04293/15 50

 

Geburtshilfliche Kliniken in Bremen

Klinikum Mitte – St. Jürgenstrasse, Anmeldung Tel: 497-39 25

ZKH Links der Weser, Anmeldung Tel: 879-1245

Diakonissenhaus in Gröpelingen,  Anmeldung: 6102-1232

ZKH Bremen Nord, Anmeldung Tel: 6606-1553

St. Joseph-Stift Bremen, Anmeldung Tel: 347-1332

In allen Krankenhäusern werden Kreissaalführungen angeboten. Da sich die Zeiten für die Führungen häufig ändern, informieren Sie sich bitte über die oben angegebenen Telefonnummern.